III. Strukturen, Akteure und Inhalte lokaler Seniorenarbeit
Gliederung
- Arbeitsformen der Seniorenarbeit (Selbsthilfe, Projekte ...)
- Organisationsformen
- Inhaltliche Schwerpunkte der Seniorenarbeit
- Interessenvertretung
- Kulturarbeit
- Bildung
- Vernetzung als Methode (Arbeit zwischen Kooperation/Konkurrenz)
- Projektmanagement in der (gewerkschaftlichen) Seniorenarbeit
Ziele
Hintergrund des Moduls ist die Darstellung der Breite und Vielfalt eines sehr ausdifferenzierten Marktes von Anbietern in der Arbeit mit älteren Menschen. Darüber hinaus geht es um die Vermittlung von Kenntnissen über die jeweiligen Organisationen, Zielgruppen und damit verbundenen Arbeitsformen in der Praxis. Aus der Basis dieses gewonnenen Wissens sollen die Teilnehmenden ein Bewusstsein dafür entwickeln, dass die gewerkschaftliche Seniorenarbeit nur ein Segment innerhalb der Gesamtpraxis darstellt. Damit verbunden soll vermittelt werden, worin das Spezifikum dieses Segmentes besteht aber gleichzeitig auch angeregt werden, die Kooperation mit anderen Strukturen zu suchen. Die damit entstehenden neuen Netze sollen als qualitative Weiterentwicklung erfahren werden. Reibungen und Konflikte in den lokalen Prozessen sollen verdeutlicht und ausdiskutiert werden. Seniorenarbeit ist ein Markt, der zwischen Kooperation und Konkurrenz funktioniert.In diesem Modul wird darauf fokussiert, wer sind unsere spezifischen Zielgruppen innerhalb und außerhalb gewerkschaftlicher Seniorenarbeit. Interessante fachliche Aspekte sind hierbei die Gestaltung von Übergängen vom Erwerbsleben in den Ruhestand sowie die Gewinnung eines engagierten Nachwuchses für die eigene Arbeit.
Didaktisch-methodische Hinweise
Ausgangspunkt kann ein kurzer Überblick über die Angebote am Markt (Seniorenarbeit) sein. Mittels Präsentation (Powerpoint, Folien etc.) werden die Teilnehmenden mit Überblickswissen ausgestattet. Die ModeratorIn sollte genügend Zeit für Plenumsdiskussion, die Bewertung und erste Schlussfolgerungen zulassen.Sie hat die wichtige Funktion der Motivation und Unterstützung bei der Suche nach der Identität der Teilnehmenden (ihrer Strukturen).
Neben dem Wissenszuwachs liegt in diesem Modul der Schlüssel für die Initiierung neuer Ideen und Ansätze für die eigene Arbeit. Nach der Einführung bietet die Arbeit in erfahrungsorientierten Kleingruppen die Möglichkeit, Wahrnehmungen aus der Arbeitspraxis zu reflektieren, zu analysieren und erste Anregungen für Vernetzungsschritte zu entwickeln. Hier läßt sich mit Projektideen und dem Management von Projekten gut praktisch ansetzen. Zielrichtung dabei ist immer die Veränderung der eigenen Arbeit und die Mitgestaltung des Gemeinwesens als Lebensraum.
Veranstaltungsform
TagesveranstaltungMaterialien
Organigramm zur Akteuren in der Seniorenarbeit (Grundübersicht)
Inhaltliche Felder der Seniorenarbeit
Text: Selbstorganisation und selbstorganisiertes Lernen im Alter; Empfehlungen für die Umsetzung dieses Ansatzes
Situation in der gewerkschaftlichen Seniorenarbeit (Strukturorganigramm)
Grundprinzipien von Netzwerkarbeit (Folie)
Leitfaden für Kleingruppenarbeit (Situationsanalyse ...)
Arbeitshilfe: Praktisch planen
diverse Moderationsmaterialien
Fachliteratur
- Lebenslanges Lernen. Mögliche Bildungswelten, Jochen Kade, Leske+Budrich, Opladen, 1996
- Gerontologische Bildungsarbeit, Neue Ansätze und Modelle, Ludger Veelken, Vincentz-Verlag, 1994
- Seniorenverbände im Modernisierungsprozess, BAGSOPublikation Nr. 9, Bonn 2001
- Studienführer für Senioren, Winfried Saup, BMBF, Bonn 2001
- Alter und gewerkschaftliche Politik, Jürgen Wolf u.a., Bund-Verlag, HBS-Forschungsband 12, 1994
- Versicherungsschutz im sozialen Ehrenamt, Karin Stiehr, Verlag Peter Wiehl, 1999